Tag 4, die Schlacht geht weiter – und der Berg gewinnt nie. Oder doch?
Man hätte meinen können, nach drei Tagen Taunustaler Xmas Höhenmeterbattle sei schon alles gesagt, alles gefahren, alles gelitten. Doch Tag 4 belehrte selbst die abgebrühtesten Höhenmetersammler eines Besseren: Die Schlacht ging weiter. Lauter, steiler, epischer.
Schon früh am Morgen zeichnete sich ab, dass dieser Tag kein normaler werden würde. Philipp Sulzer eröffnete den Tag, noch bevor andere überhaupt den ersten Kaffee aufgebrüht hatten. Über 2.000 Höhenmeter am Turmberg vor dem Frühstück, danach ab auf die eigene Baustelle – nicht etwa zur Erholung, sondern um das Rad zu warten. Multitasking nach Taunustaler Art. Am Ende standen für ihn 2.137 Höhenmeter, was ihm nicht nur Respekt, sondern auch Platz 8 im Tagesklassement einbrachte. Regeneration?
Dann kam es zu einem amüsanten Highlight: Gleichstand!
Milan S. und Jochen Nieratschker landeten beide bei exakt 3.003 Höhenmetern. Milan bezwang auf Teneriffa den Pico del Teide, selbstverständlich in kurz-kurz, denn anders kennt man ihn nicht – selbst bei Vulkan, Wind und epischen Bildern. Jochen dagegen umrundete den Taunus und lieferte eine der philosophischsten Fahrten des Tages. Nach eigener Aussage begann alles wie eine „Vollkatastrophe“, inklusive mentaler Nähe zu Pogi („I’m dead“), wurde aber durch Dunkelheit, Beleuchtung, anfeuernde Fußgänger und eine spontane, fürstliche Einkehr bei Freunden gerettet. Drei Fragen ließ er offen:
Warum gewinnt eigentlich immer der Berg?
Ist so ein Höhenmeterbattle gesundheitsfördernd oder kostet es Lebenszeit?
Und warum wird man davon eigentlich nicht dünner?
Während Milan und Jochen noch überlegten, wer jetzt noch mal die Couch verlassen muss, schmunzelte Moritz vermutlich beim Upload seiner Aktivität...
Tageswertung Radfahrer – Monumente, Betonbeine und Legenden
Der Tagessieg bei den Radfahrern ging an Moritz Kriegsmann, der mit 4.510 Höhenmetern eindrucksvoll klarstellte, dass der legendäre Gravel Tata4000 kein Mythos, sondern ein echtes Monument ist. 192 Kilometer quer durch den Taunus, 10,8 Stunden unterwegs – eine Tour, die laut Moritz „eher im Sommer“ zu empfehlen ist. Ein Satz, der vermutlich aus purer Höflichkeit fiel.
Dicht dahinter lauerte CR🅰️ZY 〽️TBiker 13 🐢, der mit 4.022 Höhenmetern trotz Betonbeinen wie ein Presslufthammer in die Pedale trat. Der Stammhügel war diesmal tabu – zu tiefe Fahrspuren – also musste ein anderer Berg herhalten. Platz 2, knapp am Tagessieg vorbei, aber maximaler Unterhaltungswert.
Platz 5 und ein ganz besonderer Moment gingen an Elodie Robert, die mit 2.864 Höhenmetern nicht nur Tagessiegerin der Frauen wurde, sondern ganz nebenbei ihre 25.000 Jahreskilometer sowie unglaubliche 500.000 Jahreshöhenmeter vollmachte. Chapeau – das ist kein Sport mehr, das ist ein Lebenswerk.
Ebenfalls erwähnenswert: Rüdy, Tata-Orgamitglied, der mit 2.026 Höhenmetern die Beine „warm machte“ und anschließend trocken feststellte, dass 2026 kommen könne.
🚴♂️ Rad – Tagessieger Männer
Moritz Kriegsmann – 4.510 Höhenmeter
Monument gefahren, Denkmal gesetzt.
🚴♀️ Rad – Tagessiegerin Frauen
Elodie Robert – 2.864 Höhenmeter
25.000 Jahreskilometern und 500.000 Jahreshöhenmetern. Maschine mit Dauerlächeln.
Tageswertung Läufer – Sonne, Pfänder und endlose Schritte
Auch die Läufer ließen sich nicht lumpen. Heiko Breuninger gewann den Lauftag souverän mit 1.231 Höhenmetern bei einem Trailrun nach dem Frühdienst – Platz 1 und klare Ansage.
Dahinter Kerstin Domachowski, die zunächst 632 Höhenmeter laufend sammelte und danach offenbar noch nicht genug hatte: Zur Sicherheit setzte sie noch eine MTB-Fahrt mit über 500 Höhenmetern obendrauf. Man weiß ja nie.
Max Grass lief bei herrlichem Sonnenschein von Bregenz auf den Pfänder und sammelte 604 Höhenmeter, während BK mit einer 23-km-Wanderung durch den Taunus satte 517 Höhenmeter einsackte – lang, steil und gnadenlos.
🏆 Lauf – Tagessieger
🥇Heiko Breuninger – 1.231 Höhenmeter
Zog beim Trailrun nach dem Frühdienst einsam seine Kreise nach oben und ließ keinen Zweifel daran, dass Laufen bergauf auch sehr ernsthaft betrieben werden kann.
🏆Lauf - Tagessiegerin
🥇Kerstin Domachowski - 632 Höhenmeter
Quasi ein Warmup für die folgende MTB Fahrt - einfach unermüdlich die Frau!
Gesamtwertung – das große Bild nach vier Tagen
In der Gesamtwertung thront weiterhin CR🅰️ZY 〽️TBiker 13 🐢 an der Spitze mit unfassbaren 16.123 Höhenmetern. Dicht gefolgt von Milan S. mit 14.300 Höhenmetern, während Philipp Sulzer sich mit 13.221 Höhenmetern auf Rang 3 festgebissen hat. Jochen Nieratschker lauert mit 13.003 Höhenmetern knapp dahinter.
Bei den Frauen zeigt sich Elodie Robert auch in der Gesamtwertung stark: 7.894 Höhenmeter, Platz 10 gesamt, hinter Frau Zwerg, der führenden Frau Zwerg mit 11.555 Höhenmetern und gesamt auf Platz 5 – weibliche Ausrufezeichen in diesem Battle.
🏆 Gesamtwertung Frauen – Stand nach Tag 4
🥇 Frau Zwerg – 11.555 Höhenmeter
Fünf Aktivitäten, null Ausreden. Fährt lieber noch einen Berg, als irgendwo frühzeitig abzubiegen.
🥈 Elodie Robert – 7.894 Höhenmeter
Rad, Lauf, Kilometer, Höhenmeter – alles dabei. Internationale Vielseitigkeit trifft auf beeindruckende Jahresrekorde.
🥉 Kerstin Domachowski – 4.542 Höhenmeter
Sie läuft erst locker vor, fährt dann nochmal nach. Sieben Aktivitäten, Trail, Run, MTB – Multisport auf Taunustaler Art.
🏆 Gesamtwertung Männer – Stand nach Tag 4
🥇 CR🅰️ZY 〽️TBiker 13 🐢 – 16.123 Höhenmeter
Vier Tage, vier MTB-Schlachten, über 500 Kilometer. Er hinterlässt Spuren, tiefe!
🥈 Milan S. – 14.300 Höhenmeter
Kurz-kurz, Vulkan, Taunus, egal. Fährt konstant vorne mit und lässt die Konkurrenz schwitzen – auch ohne lange Ärmel.
🥉 Philipp Sulzer – 13.221 Höhenmeter
Noch vor dem Frühstück am Turmberg, danach Baustelle, Radpflege und weiter. Effizienzlevel: Turmberg Pro.
Fazit des Tages
Tag 4 des Taunustaler Xmas Höhenmeter Battles lieferte alles: Monumente, Gleichstände, Betonbeine, Sonnenfahrten, philosophische Fragen und die ewige Gewissheit, dass am Ende immer der Berg gewinnt. Doch eines ist sicher: Morgen wartet der nächste Anstieg. Und irgendjemand steht bestimmt wieder vor dem Frühstück am Berg - mit einem Lächeln.
Heute wurden von 130 Teilnehmern mit 157 Aktivitäten 103.396 Höhenmeter erklommen. Mit 199 Anmeldungen sind wir der 200 gefährlich nah gekommen.
Euer Tata-Orga-Team