Tag 2 - Taunustaler Xmas Höhenmeter Battle

25. Dezember 2025

Tag 2 - Taunustaler Xmas Höhenmeter Battle

Der zweite Tag des Taunustaler Höhenmeter-Battles begann mit einem klaren Versprechen, das irgendwo zwischen Handschuhen, Navi-Einstellungen und steifen Beinen entstand:

„Distanz & Pace egal, das ist doch klar –
jetzt bin ich nur noch für die Steigung da!“

Und genau so wurde gefahren, gelaufen und gelitten.

Während andernorts am zweiten Weihnachtstag die Couchkuhlen tiefer wurden und der Ruf „Hat noch jemand Soße?“ durch die Wohnzimmer hallte, spielte sich draußen ein völlig anderes Schauspiel ab. Es war Tag 2 des Taunustaler Xmas Höhenmeter-Battles – und der Winter zeigte erneut, dass er ein sehr schlechter Gastgeber sein kann.

Kalt war’s. Richtig kalt.
Und trotzdem standen sie wieder draußen. Dick eingepackt, Navi geladen, Hände halb erfroren – aber mental glasklar: Höhenmeter sammeln sich nicht von selbst.

Frühe Führung, später Einschlag
Lange sah es so aus, als würde Philipp Sulzer diesen Tag für sich entscheiden. Mit der stoischen Ruhe eines Mannes, der einen Plan hat – und zwar einen sehr steilen – fuhr er 30(!)-mal den Turmberg hoch. Dreißig Mal. Das ist keine Runde, das ist eine Lebenseinstellung.

Doch wie so oft im Taunustaler Höhenmeterbattle gilt:
Führungen sind nur geliehen. Denn irgendwann rollte er an – CR🅰️ZY 〽️TBiker 13. Und wenn CRZY kommt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Der „Weiße Stein“ wurde nicht nur befahren, sondern fachgerecht plattgemacht.

🥇 Tagessieger Männer
CR🅰️ZY 〽️TBiker 13 – 5.056 Höhenmeter
Ein Wert, bei dem selbst die Höhenlinien kurz schlucken.

Unbeeindruckt, souverän, bergfest
Bei den Frauen ließ Frau Zwerg keinerlei Zweifel aufkommen, dass auch Tag 2 fest in ihrer Hand lag. Unaufgeregt, effizient und konsequent arbeitete sie sich Meter um Meter nach oben.

🥇 Tagessiegerin Frauen
Frau Zwerg – 3.642 Höhenmeter
Stark. Wieder einmal.

Gemeinsam leiden verbindet
Besonders schön zu beobachten war heute auch der Team-Spirit. Susanne Metternich war gemeinsam mit Patrick Otto unterwegs – zwei Menschen, ein Ziel, viele Höhenmeter. Reden hilft, frieren weniger.

Und dann war da noch Milan. Normalerweise ein Kandidat für sehr, sehr viel mehr. Heute jedoch bremste das Leben selbst: familiäre Verpflichtungen. Ergebnis: „nur“ 2.826 Höhenmeter. In normalen Kreisen wäre das eine Heldentat – im Taunustaler Xmas Battle nennt man das: kurzer Tag. Aber bei 3 Grad kurz/kurz.

Die, die radlos waren
Während auf den Rädern geschaltet und gekurbelt wurde, gingen andere ganz bewusst ohne Antrieb los – nur mit der Kraft der eigenen Beine.

Elodie Robert schwang sich mit 991 Höhenmetern an die Spitze der Läuferinnen. Otmar Vobejda legte 509 Höhenmeter laufend zurück – und bewies damit eindrucksvoll, dass Schwerkraft auch ohne Rad ein ernstzunehmender Gegner ist.

Oder anders gesagt:
„Ich hol dann die dicken Handschuhe raus … und geh einfach los.“ Unsere Läufer:innen erklommen bisher gemeinsam 18.464 Höhenmeter – fast 2x den Everest!

Am Ende des Tages stand eine Zahl, die fast ein bisschen Trost spendete:
93.938 Höhenmeter an nur einem Tag. Ein kollektiver Kraftakt, draußen, bei Kälte, Wind und winterlicher Vernunftlosigkeit. Genauso, wie dieses Battle gedacht ist.

Fazit des Tages
Der zweite Tag brachte alles mit:
Drama an der Spitze, kreative Routenwahl, Teamfahrten, Lauf-Held:innen und die Erkenntnis, dass der innere Schweinehund bei Minustemperaturen besonders laut jault.
Aber niemand hat aufgegeben.
Im Gegenteil.

Denn irgendwo im Taunus, im Schwarzwald, auf Brücken, Hügeln und Rampen hörte man sie leise murmeln:
„Lustig, lustig, tralalalala …
Ich will mehr Höhenmeter als im letzten Jahr.“

Und genau deshalb geht es morgen weiter.

Eure TaTa-Orga-Team

25. Dezember 2025